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München 1950-1975.
Stadtrundgänge zur politischen Geschichte
Die drei Stadtführer umspannen fast sechzig unruhige Jahre des 20. Jahrhunderts. Seit der Gegenrevolution ab 1919, die gerade in München besonders radikale Ausmasse annahm, entwickelte sich München zu einem Kristallisationspunkt der deutschen Politik. Offizielle Institutionen und die Regierungen des Freistaat Bayern schützten und förderten den Aufstieg der Nationalsozialisten, um diese für ihre restaurativen Zwecke einspannen. Seit 1933 setzte sich dieses Zusammenspiel oft bruchlos fort, und München schmückte sich mit dem Titel Hauptstadt der Bewegung. Erst 1945 konnte das Dritte Reich gewaltsam von aussen her beendet werden. Unter dem Schutz der Kriegssieger ging man an den Aufbau eines demokratischen Westdeutschland, das sich in kurzer Zeit stabilisieren konnte. Die drei vorliegenden Stadtführer beschreiben die politische Geschichte Münchens vor dem Hintergrund der grossen Politik von den Anfängen der Weimarer Republik bis zur Zeit nach den Olympischen Sommerspielen von 1972. Die jeweiligen zeitgenössischen politischen Entwicklungen werden anhand der Münchner Schauplätze dargestellt. So können Häuser, Strassen und Plätze zugleich vertraute Umgebung und Orte der Erinnerung an die teilweise noch selbst erlebte Vergangenheit sein.
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