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Beisetzung der sterblichen Überreste der 200 Toten
aus dem früheren Erweiterungsteil des Winthirfriedhofs
am 1. Feb. 2019



Fotos von Piter Waterstradt

Jetzt endlich - nach über 4 Jahren - finden die sterblichen Überreste von rund 200 verstorbenen Neuhausern am alten Winthirfriedhof eine neue Ruhestätte. Am 1. Februar 2019 wurden diese Toten mit einer ökumenischen Trauerfeier auf dem Winthirfriedhof bestattet und erneut, zum zweiten Mal, zur ewigen Ruhe gebettet. Im Jahre 2014, bei Aushebungen hinter dem Neuhauser Trafo, stieß man auf alte Gräber aus dem letzten Jahrhundert.
Als auf der Baustelle an der Nymphenburger Straße menschliche Knochen zum Vorschein kamen, war die Aufregung groß. Ein sofortiger Baustopp wurde verhängt, die Kripo gerufen. Leichenreste wurden geborgen - geschätzt von 200 Toten, mindestens die Hälfte davon Kinder.
Recherchen ergaben, dass dort, am Rand des alten Winthirfriedhofes, in den Jahren 1877 bis 1920 vor allem Kinder beigesetzt wurden - die Kindersterblichkeit war damals sehr hoch. Da es keinen Gräberplan mehr gab, konnten den Knochenresten auch keine Namen mehr zugeordnet werden.
Der Bezirksausschuss und die Geschichtswerkstatt Neuhausen haben sich in der Folge dafür eingesetzt, dass die Verstorbenen eines der raren Gräber auf dem Winthirfriedhof bekamen und würdig bestattet wurden.
Die zwei Särge hat die Friedhofsverwaltung gespendet und auch die Pflege der Ruhestätte wird nichts kosten. Es wird Gras auf die Graberde gesät. Dazu liegt diese Grabstelle sogar nur wenige Meter neben dem Ort, an dem die Knochen gefunden wurden.
Auch ein schmiedeeisernes Kreuz ist schon gefunden. Ein Neuhauser Bürger hat es gespendet. Es soll die Aufschrift tragen: "Ruhestätte der Toten aus dem Erweiterungsteil des Winthirfriedhofs". Nachstehend einige Fotos von der ökumenischen Andacht und der Beisetzung.

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