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Letzte Aktuellisierung:

01.01.2012

Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.

Der historische Verein für die Münchener Stadtteile Neuhausen, Nymphenburg und Gern.

 

Vom Rio zum Kolibri – Halbstark in Neuhausen

  Jugendkultur in einem Münchner Stadtteil 1948-1962

 

Mitglieder der Geschichtswerkstatt Neuhausen, darunter auch Zeitzeugen und ehemalige Halbstarke, versuchten sich unter den verschiedensten Blickwinkeln an das Thema “Halbstark in Neuhausen” heranzutasten. “Halbstark” beschreibt ein Phänomen der Jugendkultur, das nach allgemeinem soziologisch-historischen Terminus etwa den Zeitraum von 1948 bis 1962 erfasst. Auch wenn aufmüpfige Jugendliche heute noch gelegentlich als “Halbstarke” bezeichnet werden, ist die eigentliche “Halbstarkenszene” der Nachkriegszeit zuzuordnen und gewissermaßen als “Gegenwelt” zur “Wirtschaftswunder”- Gesellschaft anzusehen. Die rebellische Jugend der 50er Jahre gefährdete in den Augen der meisten Erwachsenen die öffentliche Ordnung und die bürgerliche Moral. In einer sehr konsumorientierten, aber doch prüden Gesellschaft stellten die Halbstarken eine Provokation gegen das damalige “Establishment” dar. Die Geschichtswerkstatt versucht, durch den Titelvorspann “Vom Rio zum Kolibri” das Thema mit einem speziellen Lokalkolorit zu versehen. Der “Rio” – das war die Bezeichnung der Jugend für den Rotkreuzplatz, dem Zentrum von Neuhausen – wurde zum Treffpunkt für junge Leute, die in ihrer Freizeit den Ärger mit ihrer Arbeitswelt und dem kleinbürgerlichen “Familienmuff” vergessen wollten. Der Weg führte häufig zum “Kolibri” in der Donnersbergerstraße 42, von der Straße ins Tanzlokal. So entstand ein “Kaleidoskop” von Aspekten, das möglichst bunt und authentisch das Lebensgefühl der 50er Jahre vermitteln soll: von “Halbstark” bis “Halbzart“

Halbstark

Verlag Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.

München, 2001

ISBN 3-931231-09-7

Preis: 17,50 €