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Chronik der Geschichtswerkstatt Neuhausen

Der historische Verein "Geschichtswerkstatt Neuhausen" wurde am 9. November 1992 im "Speise-Cafe Schlör" in der Schlörstraße 24b gegründet. Zehn Personen gehörten dem Gründerkreis an, zum Vorsitzenden wurde der Initiator Günther Baumann gewählt.

Der erste öffentliche Auftritt des Vereins fand am 6. Juli 1993 im Rahmen eines Bürgerfestes in der Blutenburgstraße statt, und am 9. November 1993 gab es die erste Ausstellung mit dem Titel "Hitler war kein Betriebsunfall". Dazu erschien auch das erste Buch "Zum Beispiel Neuhausen 1918-1933". Auch die nächsten Themen betrafen die Zeit des Dritten Reiches im Stadtteil, wie Buch und Ausstellung "Spuren jüdischen Lebens in Neuhausen" oder der Videofilm "Davon haben wir nichts gewusst…".

Mit dem Buch "Von Postämtern, Postkutschen und Postboten" wurde 1996 das Themenspektrum erstmals auf andere Zeiten erweitert. Dies setzte sich mit dem Buch "Hollywood in Neuhausen", in dem die Geschichte der Kinos im Stadtteil dargestellt wurde, fort. Als 1998 das 100-jährige Jubiläum der Eingemeindung Nymphenburgs nach München anstand, führte die Geschichtswerkstatt eine Ausstellung durch und veröffentlichte dazu ein Buch mit dem Titel "Nymphenburg - 100 Jahre Münchner Ausflugsort und Vergnügungsviertel".

Seitdem sind zu vielen Themen der Stadtteilgeschichte Beiträge, Ausstellungen und Bücher erstellt worden, etwa zur Geschichte der Schulen, der Friedhöfe, der Halbstarkenzeit, der Straßennamen oder der Prinzregentenzeit im Stadtteil. Inzwischen hatte die Geschichtswerkstatt begonnen, auch Stadtteilführungen anzubieten, die einen nicht mehr wegzudenkenden Teil der Vereinsarbeit ausmachen. Derzeit sind 25 verschiedene Rundgänge durch Neuhausen, Nymphenburg und Gern im Angebot. Zahlreiche stadtteilgeschichtliche Vorträge bei der Münchner Volkshochschule, in der Stadtbibliothek, beim Stadtteilkulturverein Neuhausen-Nymphenburg und in zahlreichen Vereinen, Gruppen und Initiativen finden alljährlich statt.

Seit Herbst 1998 gibt es die historische Stadtteilzeitschrift "Neuhauser Werkstatt-Nachrichten", die seitdem zwei Mal jährlich erscheint und eine breite Mischung von geschichtlichen Themen anbietet, wobei immer ein Schwerpunktthema im Zentrum steht. Am 25. März 2003 konnten die lange ersehnten eigenen Büroräume im Neuhauser "Trafo" in der Nymphenburger Straße 171 bezogen werden. Während der Um- und Neubauzeit des "Trafo", von 2007 bis 2009, befand sich das Büro in einem Ausweichquartier in der Hirschbergschule, seit September 2009 ist der Sitz der Geschichtswerkstatt wieder in der Nymphenburger Straße 171.

Bis heute (2019) wurden von der Geschichtswerkstatt 20 Bücher und 43 Hefte der "Neuhauser Werkstatt-Nachrichten" herausgegeben. Der Verein hat ca. 400 Mitglieder, davon ca. 15 Aktive.